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Willkommen im Blog von Varioplant – Garten & Pool erleben

Sie möchten wissen, wie echte Gärten entstehen? Oder suchen Inspiration für Ihren eigenen Aussenbereich? Hier im Varioplant Blog geben wir Ihnen spannende Einblicke in unsere aktuellen Garten- und Poolprojekte in der Region St. Gallen und Umgebung.

Regenwasser im Garten nutzen: Erdtank, Kosten und Versickerung

Regenwasser im Garten nutzen: Erdtank, Kosten und Versickerung

Gartenbau

Besonders wirkungsvoll wird diese Idee, wenn Speicher, Boden, Bepflanzung und Entwässerung zusammen geplant werden. Ein unterirdischer Regenwassertank schafft einen Vorrat für die Bewässerung. Geeignete Grünflächen und Versickerungsmulden helfen, überschüssiges Wasser auf dem Grundstück aufzunehmen. So lässt sich das Prinzip der Schwammstadt auch im privaten Garten umsetzen.

Doch wann lohnt sich ein Erdtank? Welche Kosten entstehen? Und was muss bei der Versickerung beachtet werden?

 

Wie funktioniert ein Regenwassertank im Garten?

 

Ein Erdtank, auch Regenwasserzisterne genannt, sammelt Wasser von geeigneten Dachflächen. Ein Filter hält Laub und gröbere Verunreinigungen zurück. Eine Pumpe fördert das gespeicherte Wasser zur Entnahmestelle oder zu einer passenden Bewässerungsanlage.

Der Speicher liegt unter der Erde. Oberirdisch bleibt eine zugängliche Abdeckung für Kontrolle und Wartung. Dadurch lässt sich die Anlage unauffällig in die Gartengestaltung integrieren.

Zum System gehören auch ein geregelter Überlauf und eine geeignete Ableitung des überschüssigen Wassers. Ob dafür eine Versickerung möglich ist, muss am Standort geprüft werden.

Das gesammelte Wasser dient der Bewässerung und ist kein Trinkwasser. Eine zusätzliche Nutzung im Haus, beispielsweise für die WC-Spülung, verlangt eine gesonderte technische Planung.

 

Welche Tankgrösse passt zu Ihrem Garten?

 

Die passende Grösse ergibt sich aus der angeschlossenen Dachfläche, den örtlichen Niederschlägen und dem tatsächlichen Bewässerungsbedarf. Auch die Länge von Trockenperioden spielt eine Rolle. Ein grosser Tank bringt wenig, wenn zu wenig Wasser hineingelangt.

Eine einfache Beispielrechnung macht die Grössenordnung verständlich: Fallen 20 Millimeter Regen auf 100 Quadratmeter Dachfläche, entspricht das rechnerisch 2’000 Litern Wasser. Im Tank kommt weniger an, weil Dach, Filter und Leitungsführung den nutzbaren Ertrag beeinflussen. Die Rechnung beschreibt ein einzelnes Regenereignis und ersetzt keine Dimensionierung.

Auch der Verbrauch zählt: Werden auf 100 Quadratmetern Gartenfläche beispielhaft 20 Liter pro Quadratmeter ausgebracht, benötigt eine Bewässerung 2’000 Liter. Ein voller 5’000-Liter-Tank reicht dafür rechnerisch etwa zweieinhalb Mal, praktisch etwas weniger.

Erd-Tank-Schema

 

Ein Erdtank kann Trockenphasen überbrücken. Eine Wasserversorgung für den ganzen Sommer garantiert er nicht.

 

Was kostet ein Erdtank mit Einbau?

Für eine unterirdische Regenwassernutzung mit Tank, Technik und fachgerechtem Einbau sollten Sie als grobe Budgetorientierung mit rund CHF 8’000 aufwärts rechnen. Je nach Grösse der Anlage und Situation auf dem Grundstück kann die Investition deutlich höher ausfallen.

Zum Gesamtprojekt gehören neben dem Speicher auch Filter, Pumpe, Erdarbeiten, Leitungsanschlüsse und die Wiederherstellung des Gartens. Die Zugänglichkeit für Maschinen, die Bodenverhältnisse und die Länge der Leitungswege beeinflussen den Aufwand wesentlich.

Eine zusätzliche Versickerungsanlage, automatische Bewässerung oder die Nutzung des Regenwassers im Haus kann weitere Mittel erfordern. Welche Leistungen benötigt werden, klärt sich bei der Planung.

Der Betrag dient der ersten finanziellen Orientierung. Die tatsächlichen Kosten werden anhand Ihres Grundstücks und des gewünschten Leistungsumfangs ermittelt.

Wer Regenwasser im Garten nutzen möchte, sollte dafür ein eigenes Budget innerhalb der Gartenplanung vorsehen. Bei einer ohnehin geplanten Umgestaltung lohnt es sich, den Einbau früh mitzudenken und mögliche gemeinsame Arbeiten zu prüfen.

Lohnt sich die Investition finanziell?

Ein Erdtank ersetzt einen Teil des Trinkwassers für die Gartenbewässerung. Eine schnelle Amortisation allein über eingesparte Wassergebühren sollte jedoch nicht vorausgesetzt werden. Auch Strom, Wartung und mögliche Reparaturen gehören zur Betrachtung.

Der Mehrwert liegt in der Nutzung einer vorhandenen Ressource und in einer durchdachten Garteninfrastruktur. Besonders sinnvoll ist es, Wasserspeicherung, bedarfsgerechte Bewässerung und die Gestaltung des Gartens gemeinsam zu planen.

 

Schwammstadt: Was bedeutet das für den privaten Garten?

 

Das Schwammstadt-Prinzip hält Regenwasser möglichst dort zurück, wo es fällt. Wasser soll gespeichert, von Pflanzen genutzt, verdunstet oder im geeigneten Boden versickert werden. Dadurch lässt sich der natürliche Wasserkreislauf im Siedlungsraum unterstützen.

Im privaten Garten können dafür verschiedene Elemente zusammenwirken:

  • Grünflächen und ausreichend grosse Wurzelräume.
  • Sickerfähige Wege und Plätze mit geeignetem Unterbau.
  • Begrünte Mulden, die Regenwasser vorübergehend aufnehmen.
  • Ein Regenwassertank für die spätere Bewässerung.

So wird Wasser Teil der Gestaltung. Eine bepflanzte Mulde kann sich in den Garten einfügen und zeitweise Wasser aufnehmen. Entscheidend sind Boden, Höhen und eine sichere Führung des Wassers.

Ein voller Tank hat keinen freien Rückhalteraum

Ein gewöhnlicher Erdtank speichert Wasser zur Nutzung. Ist er vor einem Starkregen bereits voll, fliesst zusätzliches Wasser über den Überlauf ab.

Wer einen definierten Rückhalt benötigt, muss dafür gesondert bemessenen Raum vorsehen. Möglich sind beispielsweise eine geeignete Mulde oder eine Retentionszisterne mit reserviertem Rückhaltevolumen und gedrosseltem Ablauf. Nutzwasserreserve und Rückhaltevolumen erfüllen unterschiedliche Aufgaben und müssen zusammen geplant werden.

 

Versickerung vor Ort: Was muss geprüft werden?

 

Im Kanton St. Gallen hat die oberflächliche Versickerung von nicht verschmutztem Regenabwasser einen wichtigen Stellenwert. Sie ist jedoch nicht auf jedem Grundstück und für jedes anfallende Wasser geeignet.

Vor der Planung müssen unter anderem die Durchlässigkeit des Bodens, Grundwasserverhältnisse, Schutzbereiche und die Herkunft des Wassers geklärt werden. Auch die Lage zu Gebäuden und die Auswirkungen auf Nachbargrundstücke sind zu berücksichtigen.

Eine Versickerungsmulde wird passend zur angeschlossenen Fläche und zum Standort dimensioniert. Ebenso braucht es einen sicheren Weg für Wasser, das bei aussergewöhnlichen Niederschlägen nicht mehr aufgenommen werden kann.

Regenwasser darf nicht einfach in Richtung Haus, Kellerabgang oder Nachbargrundstück umgeleitet werden. Die notwendige Bewilligung und die örtlichen Entwässerungsvorgaben sind mit der zuständigen Stelle abzuklären. Im Kanton St. Gallen ist für die Bewilligung der Versickerung grundsätzlich die Gemeinde zuständig; für bestimmte Fälle bestehen kantonale Zuständigkeiten.

 

Gibt es Förderbeiträge in St. Gallen?

 

Die Stadt St. Gallen unterstützt geeignete Projekte über den Schwammstadtfonds. Dazu zählen unter anderem Regenwassernutzung, Versickerung auf dem eigenen Grundstück und Massnahmen zur Entsiegelung.

Nach den veröffentlichten Angaben können maximal 50 % der Mehrkosten übernommen werden. Massgebend sind das Reglement, die Voraussetzungen des Projekts und die Förderentscheidung. Eine Förderung von 50 % des gesamten Gartenumbaus lässt sich daraus nicht ableiten.

Klären Sie die Möglichkeiten frühzeitig mit der Stadt. Für Grundstücke in anderen Gemeinden gelten deren jeweilige Angebote und Vorgaben.

Weniger Wasserbedarf beginnt bei der Gartengestaltung

Ein Wasserspeicher entfaltet seinen Nutzen besonders dann, wenn der Garten auch mit dem verfügbaren Wasser sinnvoll umgeht. Standortgerechte Pflanzen, ein guter Bodenaufbau und bedarfsgerechte Bewässerung gehören deshalb zur Planung dazu.

Gezielte Wassergaben können dort eingesetzt werden, wo Pflanzen sie benötigen. Gleichzeitig lässt sich prüfen, welche Flächen tatsächlich intensiv bewässert werden sollen.

Mehr dazu finden Sie in unseren Beiträgen «Klimaresistenter Garten in St. Gallen» und «Trockenheit im Garten: Rasen und Bäume richtig bewässern».

 

Regenwasser und Gartengestaltung gemeinsam planen

 

Sie möchten Regenwasser nutzen oder Ihren Garten so gestalten, dass Wasser besser vor Ort bleibt? Bei Varioplant AG betrachten wir Ihren Garten als Ganzes: Gestaltung, Bepflanzung, Boden und Wasser müssen zusammenpassen.

Für eine erste Einschätzung helfen uns der Standort, Fotos des Gartens, Angaben zur angeschlossenen Dachfläche und Ihr gewünschter Bewässerungsbereich. So lassen sich passende Lösungen und der notwendige Projektumfang gezielt besprechen.

 

Ihr varioplant-TEAM

Gartenbau, Gartenpflege & Poolbau in St. Gallen